Wurzelspitzenresektion – letzter Schritt zum Zahnerhalt

Wann ist eine Wurzelspitzenresektion notwendig?

In seltenen Fällen bleibt trotz sorgfältiger Wurzelbehandlung durch den Zahnarzt eine Entzündung an der Wurzelspitze bestehen.

Dann ist eine chirurgische Entfernung des entzündeten Bereichs – die sogenannte Wurzelspitzenresektion – notwendig.

Ziel der Behandlung:
Bakteriendichter Verschluss des Wurzelkanals, damit der Zahn erhalten bleiben kann.

Wichtig:
Vor dem Eingriff sollte durch Ihren Zahnarzt eine saubere und vollständige Wurzelfüllung erfolgt sein.

Wie läuft der Eingriff ab?

Die Behandlung erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung.
Ablauf:

  1. Zugang schaffen:
    Das Zahnfleisch wird minimalinvasiv zur Seite gelegt.

  2. Entfernung:
    Der entzündete Bereich samt Wurzelspitze wird entfernt.

  3. Reinigung:
    Der Wurzelkanal wird rückwärtig gereinigt und versiegelt.

  4. Verschluss:
    Das Zahnfleisch wird fein vernäht.

Der entstandene Hohlraum füllt sich mit einem natürlichen Blutpfropf,
der im Heilungsverlauf zu neuem Knochengewebe wird.

Unterstützung der Heilung mit PRF (Platelet-Rich Fibrin)

Zur Förderung der Knochenregeneration und besseren Wundheilung setzen wir PRF aus Ihrem eigenen Blut ein.

Es beschleunigt die Erholung, senkt das Infektionsrisiko und sorgt für ein stabileres Langzeitergebnis.

Nachkontrolle & Langzeiterfolg

Sechs Monate nach dem Eingriff sollte eine Röntgenkontrolle erfolgen, um den Knochenneubau zu beurteilen.

Viele auf diese Weise behandelte Zähne können:

  • über viele Jahre funktionstüchtig erhalten bleiben

  • in prothetische Versorgungen (z. B. Brücken oder Prothesenanker) integriert werden

Kai-Hendrik Bormann - jameda.de
Kai-Hendrik Bormann - jameda.de